Fasten als eine völlig natürliche Form menschlichen Lebens beinhaltet die notwendige Ernährung von „innen“ - welche aus den körpereigenen Reserven bzw. Fettdepots (Fastenstoffwechsel) - erfolgt.
Ob als Heilmethode oder zu Gesundheitszwecken kann sich Fasten ebenfalls auf eine Jahrtausend alte Tradition berufen. Schon der griechische Arzt Hippokrates (um 460- bis um 370 v. Chr.) beschwor, dass Fasten im Körper „wunderbare Heilkräfte“ anregt. Diese wurden auch über Jahrhunderte von der Klostermedizin genutzt sowie entsprechend weiterentwickelt wie z.B. durch die Benediktinerin Hildegard von Bingen im 12 Jahrhundert oder auch viel später bei Sebastian Kneipp, der das Fasten ganz besonders bei akuten Infektionskrankheiten empfohlen hat.
Im frühen 20 Jahrhundert machte Dr. Otto Buchinger (1878-1966), neben weiteren Ärzten wie z.B. Dr. Franz X. Mayr oder auch Johann Schroth, das Fasten zu Gesundheitszwecken, wieder populär.
Zu dieser Zeit entwickelten sich die unterschiedlichsten Fastenvarianten bzw. Methoden.
Definition und verschiedene Fastenformen (Klassifikation)
Entsprechend der „ Ärztegesellschaft für Heilfasten und Ernährung e.V. “ (ÄGHE e.V.) bezeichnet Fasten als den freiwilligen Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel für begrenzte Zeit und klassifiziert dazu die verschiedenen Fastenformen wie folgt:
A. nach Gesundheitszustand entsprechend in:
• Therapeutisches Fasten (Fastentherapie)
• Präventives Fasten zur Vorbeugung
• sowie „Fasten für Gesunde“, ohne primäre medizinische Indikationen
B. sowie nach der Art der Betreuung
• Stationär ärztlich geleitet in Kliniken
• Ambulant ärztlich geleitet durch niedergelassene Ärzte
• Nicht-ärztlich geleitet durch entsprechend ausgebildete Fastenleiter/-innen
„Fasten für Gesunde“
Der Begriff " Fasten für Gesunde" bezeichnet ein Kurzfasten, das auch durch ausgebildete
Fastenleiter/-Innen "(Nichtärzte/-Innen") betreut werden kann (Lützner2001).
Die " Ärztegesellschaft für Heilfasten und Ernähung e.V." (ÄGHE) versteht unter diesem Begriff
ein Kurzzeitfasten in Eigenverantwortung welches zu Gesundheitszwecken wie z.B.:
• Erhaltung und Pflege der körperlichen, seelischen und geistigen Gesundheit,
• Senkung von Risikofaktoren wie z.B. Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte bzw.
Cholesterin,
• oder zur Verbesserung und Steigerung des Gesundheits- verhalten besonders in Bezug auf Ernährung und Lebensstil,
in Form einer Erwachsenenbildung durchgeführt wird.
Dabei zählt das, durch den Nahrungsentzug und den damit herbeigeführten Fastenstoffwechsel,
Ausscheiden schadstoffpflichtiger Stoffe und den hiermit verbundenen Anpassungsveränderungen
auf körperliche Ebene wie auch den vielen positiven Effekten auf geistig- seelischer Ebene, wie z.B.:
zu den häufigsten Motivationen für das Fasten heute.
Ablauf einer klassischen Fastenwoche für Gesunde
Üblicherweise erstreckt sich eine klassische Fastenwoche für Gesunde
über 8 Tage und sollte nicht mehr als 10 Tage überdauern.
Neben einer gezielten Vorbereitung und Nachbereitungsphase wird
diese aufgeteilt in:
• mindestens 1 Entlastungstag,
• 5 Fastentagen
• sowie 2 Aufbautagen
Unverzichtbar dabei sind:
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